Wann Wird Wein Geschwefelt?

Wann Wird Wein Geschwefelt
Wann geschwefelt wird Früher wurden die Fässer geschwefelt, bevor der Wein hineinkam. Heute wird der Wein geschwefelt, und zwar an drei Punkten seines Herstellungsprozesses: im Most- beziehungsweise Maischestadium, nach Beendigung der Gärung und vor der Flaschenabfüllung.

Warum sollte der Wein geschwefelt werden?

Warum kommt überhaupt Sulfit in den Wein? – Schwefel wirkt antimikrobiell und antioxidativ. Das Sulfit verhindert also, dass der Wein weiter gärt, es schützt ihn vor zu schneller Oxidation und erhöht damit seine Lagerfähigkeit. Schwefel bewahrt somit auch den Geschmack des Weines, seine sensorischen Eigenschaften.

Ohne Schwefelzusatz käme selbst ein Top-Bordeaux aus dem legendären Jahrgang 1961 wie ein überlagerter Weinessig daher! Was für eine teuflische Vorstellung! Generell gilt, dass man Weißweinen mehr Sulfite zufügen darf als Rotweinen. Schlichtweg, da Rotweine von Natur aus mehr Sulfite enthalten, die vor Oxidation schützen.

Ebenso pauschal lässt sich sagen, dass Weine mit mehr Restsüße auch einen höheren Sulfit-Anteil haben dürfen. Hier wiederum aus dem Grund, dass der enthaltene Zucker das Risiko einer Nachgärung birgt. Dies berücksichtigen selbst die gesetzlichen Vorgaben, indem beispielsweise ein Weißwein mit weniger als fünf Gramm Restzucker/Liter maximal 200 mg/l Sulfit enthalten darf, eine Beerenauslese dagegen bis zu 400 mg/l Schwefel. Wann Wird Wein Geschwefelt Produzenten eines „vin naturel” verfolgen das Ziel, gar keinen Schwefel beizugeben. Über die Qualität eines Weines sagt dies allerdings nichts aus.

Wie viel Schwefel pro Liter Wein?

Schwefel und Gesetz – Jede Art von Schwefelzusatz muß auf dem Etikett als »contains sulfite – enthält sulfite« deklariert werden. Die EU hat Grenzwerte für den Gesamtschwefelgehalt im Wein definiert. Sie liegen bei trockenem Wein bei maximal 250 mg/l, bei edelsüßem Wein bei maximal 350 mg/l und für Süßwein bei maximal 400 mg/l.

Man erreicht also in sehr vielen konventionell hergestellten Weinen im ungebundenen »freien Schwefel« schnell die empfohlene Maximalmenge von täglich 0,7 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. »Schwefelfrei« darf sich ein Wein innerhalb der EU nur nennen, wenn er unter 10 mg/l freie SO 2 enthält, weshalb sich die Naturweinbewegung lange an diesem Grenzwert orientiert hat, der aber nur unter harten Vorgaben in Weinberg und Keller zu erreichen ist.

Die Bioverbände in der EU haben die zulässige Schwefelmenge in ihren Weinen auf bis zur Hälfte obiger gesetzlicher Grenzwerte limitiert, in Kalifornien sogar noch niedriger.

Warum keine Geschwefelten Trockenfrüchte?

Ob in Müsliriegeln oder Fruchtschnitten, im Studentenfutter oder pur in der Tüte: Trockenfrüchte schmecken lecker süß und sind eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Naschereien. In dem getrockneten Obst stecken jede Menge Mineralien wie Eisen, Kalzium, Kalium, Magnesium, Kupfer sowie die Vitamine A, B1, B2, B3, B5 und B6.

  1. Oft werden Trockenfrüchte geschwefelt, also mit Schwefeldioxid behandelt.
  2. Dadurch behalten Sie ihre helle Farbe und Mikroorganismen können sich nicht vermehren.
  3. Allerdings werden durch diesen Prozess Vitamine, vor allem Vitamin B1, und Folsäure zerstört.
  4. Und die Schwefelung kann auch gesundheitliche Folgen haben: Bei empfindlichen Menschen können Kopfschmerzen, Übelkeit und Magenprobleme auftreten und bei Asthmatikern sogar Asthmaanfälle ausgelöst werden.

Aus diesem Grund muss die Schwefelung auf der Verpackung von Trockenobst gekennzeichnet sein. Laut Stiftung Warentest sollten Verbraucher zu höherwertigen Produkten greifen und nicht zu Billigmarken. Bioware ist eine gute Wahl, da hier auf Schwefelung und andere Behandlungsmittel komplett verzichtet wird.

Wie gesund sind Trockenaprikosen?

Getrocknete Aprikosen als Nährstofflieferanten – Aprikosen sind ohnehin gesunde Früchte. Nachdem sie getrocknet wurden, ist der Nährstoffgehalt aber noch bis zu fünf mal höher. Denn wenn das Wasser entzogen wird, steigt auch die Mineralstoffkonzentration in den Früchten. Getrocknete Aprikosen enthalten große Mengen wichtiger Vitamine und Mineralstoffe:

Vitamin A (Retinol) ist gut für deine Knochen, Augen, Haut und Schleimhäute. Die Trockenfrüchte enthalten soviel davon, dass schon drei Stück von ihnen einen Großteil deines Tagesbedarfs abdecken können. Außerdem enthalten sie viel Beta-Carotin, eine Vorstufe des Vitamin-A (deshalb auch Provitamin A genannt). Es ist nicht nur für die leuchtend orange Farbe der Aprikosen verantwortlich, sondern wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt. Vitamin B5 (Pantothensäure) fördert die Konzentration und die körpereigene Sauerstoffversorgung. Es regt den Stoffwechsel an und sorgt somit dafür, dass du dich fit fühlst. Getrocknete Aprikosen enthalten darüber hinaus auch viele andere B-Vitamine (Vitamin B1, B2, B3, B4, B5, B6). Vitamin C (Ascorbinsäure) ist von großer Bedeutung für unser Immunsystem. Es stärkt auch das Bindegewebe und sorgt dafür, dass Eisen im Darm besser aufgenommen wird. Kalium reguliert den Blutdruck und das Zellwachstum. Er fördert auch den Muskelaubau, weshalb der Mineralstoff für Sportler sehr wichtig ist. Kaum ein Lebensmittel enthält soviel Kalium wie getrocknete Aprikosen. Eisen ist wichtig für das Immunsystem, den Energiestoffwechsel und den Sauerstofftransport. Besonders Frauen leiden oftmals unter Eisenmangel,

See also:  Warum Kein Bier Auf Wein?

Ist Schwefeldioxid im Wein schädlich?

Sulfite im Wein: Schädlich oder unbedenklich? – Wann Wird Wein Geschwefelt Sulfite im Wein sind besonders für Personen gefährlich, die empfindlich oder allergisch auf die Schwefelverbindungen reagieren. (Foto: CC0 / Pixabay / Pexels) Wein gilt als bekanntestes Anwendungsgebiet für die Schwefelverbindungen, da Sulfite im Wein oft in relativ hohen Mengen vorkommen.

Das liegt einerseits daran, dass Sulfite bei der Gärung auf natürliche Weise entstehen, Um Aroma und Farbe zu erhalten, fügen Winzer*innen jedoch den größten Teil in Form von wässrigen Sulfitlösungen, Schwefelpulvern oder Schwefelgasen hinzu. Die Faustregel besagt dabei: Rotwein enthält meist weniger Sulfite als Weißwein.

Dasselbe gilt für trockenen Wein im Gegensatz zu seinem lieblichen Pendant. In der EU gelten bestimmte Richtlinien, nach denen Weine mit einem zu hohen Sulfitgehalt nicht zulässig sind. Die Höchstwerte schwanken dabei je nach Art des Weines. In Maßen sind Sulfite für viele Menschen kein gesundheitliches Problem, so netdoktor.de,

Sie werden in der Leber mithilfe eines Enzyms umgewandelt und anschließend über den Urin ausgeschieden. Die empfohlene Tageshöchstmenge für Sulfite liegt bei 0,7 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht, Aber Achtung: Je nach Sulfitgehalt des Weines kannst du diese Dosis schon mit zwei Gläsern Wein erreichen.

Besonders problematisch sind Sulfite laut netdoktor.de für Menschen, denen das Enzym für die Umwandlung fehlt. Sie reagieren schon bei kleinen Sulfitmengen empfindlich auf die Schwefelverbindungen, was sich zum Beispiel in Kopf- und Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen äußert.

Auch für Personen, die an Asthma oder anderen chronischen Atemwegserkrankungen leiden, ist bei der Aufnahme von Sulfiten Vorsicht geboten. Zu hohe Mengen können laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung ( BfR ) die bereits bestehenden Symptome verschlimmern und andere allergische Reaktionen auslösen.

Wird die empfohlene Höchstmenge an Sulfit stark überschritten, kann dies bei allen Bevölkerungsgruppen zu Brechreiz und teilweise langfristigen gesundheitlichen Schäden führen, so das BfR.

Ist Bier geschwefelt?

Beitrag “Nur Biobier ist reines Bier”, Norbert Suchaneck, ECO-News 20.10.2010

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ECO-News – die grüne Presseagentur
Presse-Stelle: Der Spatz – Alternativer Anzeiger für Bayern, D-80999 München
Rubrik: Essen & Trinken Datum: 05.11.2010

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Beitrag “Nur Biobier ist reines Bier”, Norbert Suchaneck, ECO-News 20.10.2010
Antwort auf den Leserbrief vom Bayerischen Brauerbund e.V.

Antwort des Autors Norbert Suchanek auf den “Leserbrief” des Brauerbunds (siehe unten). Die Zitate sprechen für sich. “Der Hopfen kommt ebenfalls aus ökologischem Anbau und darf nach den Richtlinien der Ökoverbände nicht geschwefelt werden, ebenso ist der Einsatz von Hopfenextrakt verboten.

  • Gentechnisch veränderte Hefe darf entsprechend den EG-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau ebenfalls nicht verwendet werden.” Quelle: Verkaufsargumente für Biogetränke: Oekolandbau.de “Damals war der industrielle Pestizidgetreideanbau unbekannt.
  • Moderne Produktionsmethoden erlauben konventionellen Brauereien heute die Behandlung ihres Wassers mit Ionenaustauschern (zur Änderung des Mineralgehalts) und Aktivkohle (zur Entfernung unerwünschter Geschmacks- und Geruchsstoffe).

Hopfen und Malz werden geschwefelt, Gerste mit chemischen Verfahren/Zusätzen lagerfähig gemacht.Zum Hefewachstum kann genmanipulierter Mais verwendet werden. Durch Erhitzen und Druck wird der Gärungsvorgang beschleunigt. Und das Bier wird dann dann mit chemischen Hilfsmitteln geklärt und haltbar gemacht.

  • Biobier wird traditionell gebraut, die Getreide stammen aus kontrolliert biologischem Anbau.
  • Nur natürliche Hopfendolden -kein Extrakt- kommt ins Bier.” Quelle: WWW.BIOBIER.INFO “Das bedeutet, das Getreide wird nicht synthetisch gedüngt und gespritzt, ebenso der Hopfen, der auch nicht geschwefelt wird, was ihm höhere Haltbarkeit geben würde.” Quelle: Umweltjournal.de “Der Hopfen ist ein mehrjähriges Gewächs, das im Boden überwintert.

Im Frühjahr wird die Hopfenpflanze aufgedeckt und geschnitten. Dann erfolgt das “Drahtaufhängen”, wie man das anbringen der Eisendrähte bezeichnet. Im Sommer sind viel Niederschlag aber auch viele Sonnenscheinstunden wichtig für das Gedeihen des Hopfens.

Nach der Hopfenblüte Anfang Juli wartet man noch 2 – 3 Wochen bis die Ausdoldung abgeschlossen ist. Dann erfolgt die Ernte, heutzutage meist unter Zuhilfenahme von Erntemaschinen. Der frisch geerntete Hopfen wird in Hopfendarren mit warmer Luft auf etwa 8 – 10 % Wassergehalt getrocknet und dann auf 11 – 12 % Wassergehalt eingestellt.

Zur Verbesserung der Haltbarkeit wird der getrocknete Hopfen geschwefelt. Der Hopfen verliert während der Lagerung unweigerlich an Qualität. Deshalb und der besseren Ausbeute wegen, wird der Hopfen heute hauptsächlich in Konzentrat- und Pulverform eingesetzt.

Durch das Vermahlen der Dolden erhält man zuerst ein Hopfenpulver. Durch Extraktion mit organischen Lösungsmitteln können daraus verschiedene Hopfenextrakte gewonnen werden.” Quelle: Verband Deutscher Hopfenpflanzer e.V “Gleich nach der Ernte werden die Hopfendolden künstlich getrocknet und nach kurzer Lagerung verpackt, gewogen und amtlich versiegelt.

Dem Hopfen wird dann eine Urkunde beigefügt, auf dem Herkunft, Jahrgang, Aufbereitungsart (geschwefelt oder nicht geschwefelt) und eine Kontrollnummer verzeichnet sind.”

Quelle: Internet: Internet:

“Die Braugerste wird mit Pestiziden und Kunstdünger angebaut, Hopfen wird nach der Ernte geschwefelt. Die Industrie verwendet Hopfenextrakt, der durch die Zugabe von Lösungsmitteln wie Methylenchlorid oder Hexan entsteht. Obergäriges Bier darf zudem mit Zucker versetzt oder mit Zuckerkulör eingefärbt werden. Der Kunststoff Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP) wird zum Klären und Stabilisieren zugesetzt.” Quelle: greenpeace magazin 6.08 “Fangen wir beim Hopfen an. Als das bayerische Reinheitsgebot für Bier 1516 geschrieben wurde, gab es weder Pestizide noch Kunstdünger. Der Hopfen wuchs ohne die modernen Hilfsmittel der chemischen Industrie, weshalb auch nur Hopfen im Hopfen war. Das ist heute freilich im konventionellen Anbau anders, der zum Beispiel das hochgiftige Pestizid Triphenylzinn einsetzt. Ist der konventionelle Hopfen geerntet kommt heutzutage, trotz Reinheitsgebot, zur Haltbarmachung noch eine kräftige Prise Schwefel hinzu – bis zu 10 Gramm Schwefel je Kilogramm Hopfen. Konventionelle Braukunst erlaubt darüberhinaus die Verwendung von Hopfenextrakt, der mit Hilfe von chemischen Lösungsmitteln wie Methylenchloprid und Hexan aus dem Hopfen gelöst wird.So wie Pestizide und Schwefel sind auch Polyvinylpolypyrrolidon (PPP) oder Kieselsäurepräparate zwar nicht im historischen Reinheitsgebot erwähnt. Dennoch sind sie bei modernen deutschen Bierbrauern als Hilfsmittel erlaubt und werden dem konventionellen Gebräu zur Haltbarmachung vor der Filtration zugesetzt. Das deutsche “Biergesetz” genehmigt den Einsatz solcher Hilfsstoffe, solange sie bis auf “gesundheitlich, geruchlich und geschmacklich unbedenkliche, technisch unvermeidbare Anteile wieder ausgeschieden werden.” Quelle: Waldecker Landbier ®, Reinhold Schütz Email: [email protected] “Während konventionelle Brauer ohne diese künstlichen Hilfsstoffe offensichtlich nicht mehr auskommen, verzichten Bio-Brauer selbstverständlich auf solche “Tricks”. PPP und ähnliche Präparate zur künstlichen Verlängerung der Haltbarkeit sind in der Öko-Bierherstellung strikt verboten. Das gleiche gilt für die im konventionellen Bereich erlaubte radioaktive Bestrahlung zur Füllhöhenkontrolle. Damit nicht zuviel und nicht zuwenig Bier in die Flasche oder Dose kommt, setzen gerade Großbrauereien seit Jahren Gamma- oder Röntgenstrahlen ein. Als strahlendes Element dient hierbei Americium 241, was ein Abfallprodukt aus der Wiederaufarbeitung von Kernbrennstäben ist. Weil die bei der Füllhöhenkontrolle eingesetzte Gammastrahlung “nur” schwach ist und nicht der Konservierung dient, muß diese Form der radioaktiven Bestrahlung – zum Glück für die konventionelle Bier- und Getränkebranche – übrigens nicht auf dem Etikett vermerkt werden. Der Verbraucher wird so hinters Licht geführt. Das gleiche gilt für die diversen Hilfsstoffe, die gleichfalls nicht unter die Deklarationspflicht fallen.” Quelle: Waldecker Landbier ®, Reinhold Schütz Email: [email protected] Die Stadt, das Land und das Bier 27. Sept.2010, eine Anweisung, den geschwefelten Hopfen zu erkennen, und Angabe der Ursachen, wesswegen der Hopfen geschwefelt wird ; zugleich Sendschreiben, “Hopfen wird häufig als Extrakt beigefügt, bei obergärigem Bier erlaubt das deutsche Gesetz auch die Verwendung von anderem Malz als dem aus Gerste sowie von Zucker und Zuckerkulör, einer aus Zucker gewonnenen Lebensmittelfarbe. Außerdem dürfen Hopfen und Malz zur Konservierung leicht geschwefelt werden, der konventionelle Hopfenanbau verwendet Pflanzenschutzmittel. Um das Bier haltbarer zu machen, setzen Brauereien vielfach Kieselsäurepräparate ein. Auf all das verzichten die Hersteller von Biobier – die Ökobrauer verwenden ausschließlich ungeschwefelten Biohopfen, keinen Hopfenextrakt. «Was ein Bier nicht braucht, ist bei uns nicht drin», sagt etwa Franz Ehrnsperger, der Inhaber von Lammsbräu in Neumarkt in der Oberpfalz. Also keine Hilfsstoffe zur Verlängerung der Haltbarkeit. Auch das Malz ist ungeschwefelt, die Frischhefe ist ebenfalls ohne Zusätze.” Quelle: NZ Netzeitung GmbH Leserbrief des Bayerischen Brauerbund e.V. Von: Lothar Ebbertz Gesendet: Freitag, 22. Oktober 2010 15:12 An: [email protected]; [email protected] Betreff: Beitrag “Nur Biobier ist reines Bier”, Norbert Suchaneck, ECO-News 20.10.2010 Sehr geehrter Herr Suchanek, sehr geehrte Damen und Herren, Am 20.10. erschien in den ECO-News, Rubrik Essen und Trinken, der Beitrag “Nur Bio-Bier ist reines Bier – Die Öko-Maß schützt Boden, Wasser und Klima”. Hierzu nimmt der Bayerische Brauerbund in folgendem L E S E R B R I E F” Stellung: Bei der Recherche für den in der ECO-World erschienenen Artikel “Nur Biobier ist reines Bier” haben Sie sich schlichtweg ungenügend und in Teilen sogar mangelhaft informiert. Die bayerische Brauwirtschaft bekennt sich zum Bayerischen Reinheitsgebot von 1516 und braut ihre Biere seit fast 500 Jahren nach dieser Regel. Von Verwässerung insbesondere zugunsten der Ansprüche von Großbrauereien kann keine Rede sein. Es ist richtig, dass Biobrauereien ausschließlich Rohstoffe aus ökologischem Anbau für die Herstellung von Biobieren verwenden dürfen. Auch bei der Warenannahme von konventionellem Malz gelten jedoch die gleichen Grenzwerte für Kontaminanten und Rückstände aus dem Pflanzenbau wie bei ökologischem Getreide. Zudem ist der Brauprozess auch ein “Reinigungsprozess”, in dem durch Klärungs- und Sedimentationsprozesse viele Bestandteile, die natürlicherweise mit dem Rohstoff in Maische oder Würze gelangen, schon während des Sudprozesses ausgeschieden werden. Letztendlich ist die Entscheidung des Verbrauchers für ein Biobier nicht an der Qualität des Endproduktes sondern vielmehr an einer Einstellung gegenüber der Produktion der Rohstoffe in der Landwirtschaft fest zu machen. Untersuchungen renommierter Wissenschaftler hingegen belegen: Analytisch ist ein objektiver Qualitätsunterschied zwischen Bio- und konventionellem Bier nicht nachweisbar. Ihre Ausführungen zur Schwefelung von Hopfen sind schlichtweg falsch. Das Schwefeln von Hopfen ist in keinem Falle zulässig, weder Biohopfen noch konventionell angebauter Hopfen wird geschwefelt. Die Hopfendolden werden nach der Trocknung in Rechteckballen gepresst und aus Gründen der Haltbarkeit ins Kühllager gebracht. Aus dem Rohhopfen wird in den meisten Fällen Hopfenpulver hergestellt, das zu Pellets gepresst wird, die sowohl konventionelle als auch Biobrauer in gleicher Weise verwenden. Bei der Extraktion von Hopfen zu Hopfenextrakt werden die brautechnologisch wichtigen Inhaltsstoffe des Hopfens in erster Linie mit CO2 und hohem Druck aus dem Hopfen gelöst. In anderen Fällen wird auch Ethanol zur Hopfenextraktion verwendet, was nichts anderes als Alkohol ist und somit sicherlich nicht als Verunreinigung oder chemischer Zusatzstoff bewertet werden darf. Ihre Ausführungen zum kleinen Chemiebaukasten entbehren jeglicher wissenschaftlicher und technologischer Grundlage. Chemische Zusätze sind nach dem Bayerischen Reinheitsgebot nicht erlaubt und werden in der bayerischen Brauwirtschaft in keinster Weise eingesetzt. Ihre völlig unsinnigen, wirr anmutenden Äußerungen zum Einsatz “radioaktiven Abfalls aus dem atomaren Brennstoffkreislauf” in der Bierabfüllung, zeigen uns, mit welcher voreingenommenen Grundeinstellung Sie an das Thema “Biobier versus konventionelles Bier” herangegangen sind. Wie bei allen biologisch erzeugten Nahrungsmitteln erfreut sich Biobier dort besonderer Wertschätzung, wo es Menschen um eine Nahrungsmittelerzeugung ohne künstliche Düngung und chemischen Pflanzenschutz geht. Dies jedoch macht das Biobier selbst weder sensorisch noch analytisch per se “besser”. Das Reinheitsgebot und die tagtäglich gelebte Praxis einer möglichst ressourcenschonenden Bierproduktion über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg garantieren heute Qualitätsbiere, die frei von Rückständen jedweder Art sind. Durch die unwahre Verunglimpfung konventionell hergestellten Bieres erweisen Sie der Bio-Idee einen Bärendienst! Mit freundlichen Grüßen BAYERISCHER BRAUERBUND E.V. Dr. Lothar Ebbertz Walter König Hautgeschäftsführer Pressesprecher Tel: 089 / 28 66 04 -29 [email protected] [email protected] BAYERISCHER BRAUERBUND e.V. Oskar-von-Miller-Ring 1 – 80333 München Tel.: 0 89 – 28 66 04 – 0 Fax: 0 89 – 28 66 04 99 E-Mail: [email protected]

Beitrag “Nur Biobier ist reines Bier”, Norbert Suchaneck, ECO-News 20.10.2010

Was ist Ungeschwefelt?

Ungeschwefelt bedeutet, dass einem Wein während seiner Herstellung kein Schwefel zugesetzt wurde. Oft trifft das auf Naturweine zu. Die Zugabe von Schwefel ist die übliche Methode für die Konservierung, Stabilisierung und Sterilisierung im Rahmen der Weinbereitung. Das Schwefeln hat in diesem Sinne drei wesentliche Funktionen:

Schwefel bindet Sauerstoff und verhindert so eine Oxidation, die zu Geschmacksveränderungen des Weins führt. Schwefel hemmt Enzyme, die die Weinentstehung negativ beeinflussen können. Schwefel entzieht Mikroorganismen ( Hefen, Bakterien etc.), die die Weinentstehung negativ beeinflussen können, die Lebensgrundlage.

Im Weinkeller wird Schwefel üblicherweise bei verschiedenen Herstellungsschritten verwendet. So werden bereits der Most bzw. die Maische geschwefelt, um eine unkontrollierte Gärung oder eine Oxidation zu verhindern; nach der Vergärung bzw. Pressung wird der junge Wein geschwefelt, um ihn zu stabilisieren, im Zuge des Ausbaus wird er gegebenenfalls erneut geschwefelt, und vor der Abfüllung erhält er seine letzte Schwefelung, um ihn haltbar zu machen.

Verzichtet der Winzer auf die Zugabe von Schwefel, so verändert sich der Wein unter dem Einfluss von Sauerstoff und Mikroorganismen geschmacklich, Er entwickelt keine fruchtigen Noten, sondern wird oxidativ, d.h. die Aromatik ist von erdigen und nussigen Tönen geprägt. Oxidation ist allerdings auch eine Möglichkeit, Wein haltbar zu machen, und insofern eine Alternative zur Schwefelung.

Durch den oxidativen Ausbau kann der Sauerstoff den Wein anschließend nicht mehr angreifen, da er bereits mit den Inhaltsstoffen reagiert hat.

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